Natronlauge

Alkalische Lösungen von Natriumhydroxid in Wasser werden als Natronlauge bezeichnet. Das Natriumhydroxid löst sich vorzüglich bei Wärmebildung in Wasser. Vor allem kommt die Natronlauge in Labors und in der Industrie zum Einsatz. Bei der Benutzung von Natronlauge muss allerdings darauf geachtet werden, dass diese nicht mit der Haut und mit den Augen in Berührung kommt. Die Lauge ist nämlich stark ätzend und kann die Haut sehr angreifen sowie bei Augenkontakt Erblindung hervorrufen.

Wie kann Natronlauge gewonnen werden?

Hauptsächlich wird Natronlauge durch Elektrolyse aus Natriumchlorid gewonnen, wobei auch Chlor entsteht. Die chemische Industrie hat immer einen hohen Bedarf an Natriumlauge und hat zur Chlorchemieentwicklung beigetragen. Nicht nur durch die Eletrolyse entsteht die Lauge. Ebenso kann aus Rotschlamm die Lauge gewaschen werden.

Für was wird die Lauge verwendet?

Die Laugen können vielseitig eingesetzt werden. Beispielsweise wird die Natronlauge zum Holzabbeizen und auch zur Reinigung von Fettrückständen sowie Ölrückständen verwendet. Ebenso ist die Lauge ein wichtiger Rohstoff, der für die Seifenherstellung verwendet wird. Sogar im Lebensmittelbereich kommt sie zum Einsatz. Die Brezellauge in der Bäckerei wird nämlich vor dem Backen mit der Lauge eingestrichen. Dadurch wird der typische und bekannte Laugengeschmack gewährleistet.

Jedoch wird hier nur eine ganz schwache Natronlauge eingesetzt. Auch in der Aluminium- und Papiererzeugung kommen die Laugen zum Einsatz. Hier wird Sie zum Aufschluss von Bauxit und zum Aufschluss von Holz- und Strohfasern verwendet.

Muss Natronlauge besonders aufbewahrt werden?

Natronlauge wird durch Elektrolyse aus Natriumchlorid gewonnen

Natronlauge wird durch Elektrolyse aus Natriumchlorid gewonnen

Gefäße mit Glasschliffstopfen sind keine guten Behältnisse für die Natronlauge. Die Natronlauge reagiert mit dem Kohlenstoffdioxid aus der Luft und an dem Schliff bildet sich Natriumhydrogencarbonat. Außerdem greift die Lauge grundsätzlich Gläser an. Daher empfiehlt es sich einen alkalisch inerten Behälter für die Aufbewahrung von der Lauge zu verwenden. Bestenfalls besitzt der verwendete Behälter auch noch einen Schraubverschluss. Für eine kurzzeitige Lagerung der Lauge kann auch ein Gummistopfen als Verschluss dienen.

Ist etwas Spezielles bei der Entsorgung zu beachten?

Die Lauge muss mit einer geeigneten Säure vorab neutralisiert werden. Sollte die Salzkonzentration zu hoch sein, müssen die entstandenen Salze reduziert werden. Bei Kleinmengen ist es nicht so dramatisch. Hierbei reicht eine ausreichende Verdünnung aus.

Natronlauge Sicherheitsdatenblatt

Als Natronlauge wird im allgemeinen Sprachgebrauch eine Lösung von Natriumhydroxid (NaOH) in Wasser bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine alkalische Lösung.

Natriumhydroxid ist sehr gut in warmen Wasser lösbar und die entstehende Natronlauge ist eine der häufigsten verwendeten Chemikalien der Industrie. Wie jede chemische Verbindung besitzt auch die Natronlauge spezielle und individuelle Eigenschaften, die mit Gefahren verbunden sind. Alle Gefahren und Hinweise zu einer Substanz werden auf einem so genannten Sicherheitsdatenblatt zusammengefasst.

Das Sicherheitsdatenblatt

Bei Arbeiten mit Chemikalien ist stets äußerste Vorsicht geboten, denn bereits kleine Fehler oder Unachtsamkeiten können zu schweren Unfällen mit Sach- und Personenschäden führen. Damit relevante Informationen zu einem Stoff schnell und unkompliziert recherchiert werden können, werden diese auf einem sogenannten Sicherheitsdatenblatt zusammengefasst.

Welche Informationen enthält das Sicherheitsdatenblatt?
Dieses Dokument enthält unter anderem Informationen zur Identifizierung, Verwendung, Gefahren, Eigenschaften, Lagerung, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Handhabung und Umweltschutzmaßnahmen. Die Form eines Sicherheitsdatenblatt ist durch DIN-Normen einheitlich und international geregelt. Auch nicht gefährliche Stoffe werden mit einem Sicherheitsdatenblatt ausgeliefert, um über bestimmte Eigenschaften des chemischen Produkts zu informieren. Des Weiteren dient das Datenblatt der Informationsweitergabe innerhalb der Lieferkette nach REACH. Das Datenblatt ist nach der Verwendung für mindestens zehn Jahre zu archivieren.

Sicherheitshinweise für Natronlauge

Wie für viele chemischen Verbindungen, gelten auch für die Natronlauge spezielle Sicherheits- und Gefahrenhinweise. Mit steigender Konzentration der Lösung, verstärken sich auch die Eigenschaften der Lauge.

Natronlauge ist eine ätzende Substanz und kann bei Kontakt schwere Haut- und Augenverätzungen hervorrufen. Auch bei Metallen kann es korrosiv wirken. Aufgrund der ätzenden Wirkung darf mit Natronlauge nur unter Verwendung von Sicherheitskleidung und spezieller Ausrüstung gearbeitet werden. Des Weiteren ist sie in korrosionsbeständigen Behältern aufzubewahren und darf nur bei zugelassenen Entsorgern bzw. Sammelstellen abgegeben werden.

Bei Kontakt mit dem Auge sollte dieses sofort gründlich mit Wasser ausgespült werden und im Anschluss umgehend ein Arzt konsultiert werden. Ein Arzt ist ebenfalls hinzuzurufen, wenn bei der Arbeit mit der Lauge ein körperliches Unwohlsein auftritt.

Als Löschmittel für die Lauge eignen sich Kohlenstoffdioxid, Trockenlöschmittel, alkoholbeständiger Schaum oder ein Wassersprühstrahl. Ungeeignet ist ABC-Löschpulver sowie Wasser im Vollstrahl. Eine NaOH-Lösung ist weder brennbar noch wirkt sie brandfördernd. Jedoch kann bei Kontakt mit Leichtmetallen Wasserstoff entstehen und es herrscht Explosionsgefahr.

Vorsicht vor Explosionsgefahr

Eine weitere Explosionsgefahr entsteht durch den Kontakt mit Säuren und einigen organischen Stoffen. Im Brandfall sollte immer ein von der Umgebungsluft unabhängiges Atmungsgerät aufgesetzt werden und Löschwasser nicht über die Kanalisation bzw. dem gewöhnlichen Abfluss abgeführt werden. Entstehende Gase und Nebel werden mit einem Wassersprühstrahl niedergeschlagen. Gefährdete Behälter sind mit einem Wasserstrahl zu kühlen. Sollten größere Mengen auslaufen, so können sie mit wasserbindenden Materialien wie beispielsweise trockener Erde, Vermiculit, Sand, Kieselgur oder gemahlenem Sandstein aufgesogen und entfernt werden.

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