Was sind Basen?

Was versteht man unter der Bezeichnung “Basen”? Generell versteht man unter diesem Begriff alle Verbindungen, welche mit Hilfe einer wässrigen Lösung die Fähigkeit besitzen, Hydroxid-Ionen, also OH- Ionen, zu bilden. Dabei erhöhen sie den pH-Wert eben dieser Lösung. Hydroxid-Ionen bezeichnen dabei Verbindungen in der Chemie, die in der Lage sind, die Protonen einer Säure zu übernehmen und dabei Wassermoleküle bilden. Entsprechend der Definition einer Säure ist als in einer Base das Gegenstück zu sehen. Basen sind in der Lage, Säuren zu neutralisieren.

Der geschichtliche Hintergrund

Der Begriff wurde erst im 17. Jahrhundert durch Chemiker eingeführt, da man feststellte, dass einige der zuvor als “Alkalien” bezeichneten Stoffe die Möglichkeit besaßen, Säuren zu neutralisieren. 1923 wurde die noch heute gängigste Theorie aufgestellt, dass zwischen einer Base und einer Säure eine Wechselwirkung dahingehend besteht, dass eine Protonenübertragung stattfindet.

Das so genannte Säure-Base-Gleichgewicht

Möchte man die Stärke eines entsprechenden chemischen Stoffes bestimmen, so wird diese als Basiszität bezeichnet und wird durch die Basenkonstante beschrieben. Diese Konstante bildet sich aus der Lage des Gleichgewichts während der Reaktion eines Säure-Base-Paars in einer wässrigen Lösung.

Die wichtigsten Eigenschaften von Basen

  • Die meisten Basen sind löslich in Wasser, so beispielsweise Ammoniak.
    Ammoniak ist eine der Basen, die in Wasser lösliche sind

    Ammoniak ist eine der Basen, die in Wasser lösliche sind

    Allerdings trifft diese Eigenschaft nicht auf alle Verbindungen zu (zum Beispiel Aluminiumhydroxid bildet eine Ausnahme).

  • Zudem gelten sie als ätzend und zerstören organische Stoffe, sobald sie mit ihnen in Kontakt geraten.
  • Basen sind außerdem in der Lage, aus Ölen und Fette Seifen und Glycerin zu bilden.
  • Natürlich gibt es sowohl starke als auch schwache Basen. Man kann die Konzentration einer starken Base durch Hinzufügen von Wasser verringern, die Base also verdünnen.
  • Bei dem Hantieren mit diesen Chemikalien sollte auf einen entsprechenden Schutz geachtet werden, da Verätzungen auftreten können, wenn die Kleidung, die Haut oder gar die Augen in Kontakt damit geraten.

Die wichtigsten basischen Verbindungen

  1. KOH – die so genannte Kalilauge (Kaliumhydroxid)
  2. NaOH – die Natronlauge (Natriumhydroxid)
  3. Ca(OH)2 – die so genannte Kalkmilch (Calciumhydroxid)
  4. Na4OH – die Ammoniaklösung

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